Die Geschichte des historischen Gebäudes im Herzen der Hopfengemeinde war äußerst wechselvoll und spannungsgeladen. Heute gehört die Ehemalige Synagoge zu den ältesten Baudenkmälern von Sandhausen. Das Bauwerk wurde etwa im 13. Jahrhundert als Ortskirche errichtet und danach ständig baulich erweitert. Im 18. Jahrhundert wurde die Kirche für die damals rasch anwachsende christliche Bevölkerung in Sandhausen zu klein, weshalb schließlich der Kirchenbau von der jüdischen Gemeinde erworben und zur Synagoge umgewandelt wurde.

Während der NS-Herrschaft kaufte die Gemeindeverwaltung den Juden die Synagoge ab. Demzufolge fiel die Synagoge aufgrund des frühzeitigen Verkaufs nicht den nationalsozialistischen Brandstiftungen zum Opfer, die in der Reichspogromnacht 1938 deutschlandweit gegenüber jüdische Einrichtungen verübt wurden. Obwohl die Synagoge in Sandhausen von der Brandstiftung verschont geblieben war, wurde sie dennoch in der Folgezeit dem baulichen Verfall preisgegeben. Erst in den 1950er Jahren wurde mithilfe von Spenden die Synagoge erstmalig seit langer Zeit renoviert, um sie für kulturelle Veranstaltungen in Sandhausen zur Verfügung zu stellen.

Seit dem 12. Mai 2016 finden in den frisch renovierten Räumen der Ehemaligen Synagoge auch unsere Chorproben statt.


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